Das Auge kann wie die Haut als Spiegel der inneren Gesundheit angesehen werden.
So sind Augenerkrankungen häufig nicht allein auf das Organ beschränkt, sondern zeigen beginnende oder fortschreitende Erkrankungen des gesamten Organismus.
So ist es selbstverständlich, dass man Augenerkrankungen eine besondere Aufmerksamkeit schenken muss.
Dazu stehen uns in der Praxis verschiedene diagnostische Möglichkeiten zur Verfügung.

Blutuntersuchungen:

Schäden der Niere oder Veränderungen der Schilddrüse können sich massgeblich auf den Blutdruck auswirken. So sollten bei Veränderungen am Auge, die mit Durchblutungsstörungen einhergehen, stets eine blutchemische Untersuchung und ein Differentialblutbid durchgeführt werden.

Blutdruckmessung:

Das Auge gilt als sogenanntes Endorgan, das sehr empfindlich auf Blutdruckveränderungen reagiert. So sollten bei Veränderungen der Gefäße oder bei Einblutungen in die vordere oder hintere Augenkammer stets der Blutdruck gemessen werden.

Ultraschall:

Mittels der Ultraschalluntersuchung können die einzelnen Schichten und die Einteilung zwischen der vorderen und der hinteren Augenkammer befundet werden. Der Sitz der Linse und Veränderungen der Netzhaut können sichtbar gemacht werden. Ferner sind Massen im Auge und Massen die hinterm Auge sitzen darstellbar.

Fundusskopie:

Hierbei wird der hintere Augenabschnitt untersucht. Dazu muss die Pupille weit gestellt werden, und man kann dann mittels einer
Lupe und einer speziellen Ausleuchtung die Netzhaut und den Sehnerv beurteilen. Mittels dieser Untersuchung kann die Sehkraft eingeschätzt werden. Auch genetische Defekte wie die progressive Retinaatrophie werde so befundet.

Tonometrie:

Ein Tonometer misst den Augeninnendruck. Dieser gibt Auskunft über den Zustand des inneren Auges. Der Druck ist verändert bei Entzündungen, bei intraokulären Massen und beim Glaukom.

Spaltlampenuntersuchung:

Da das Auge zu einem Grossteil aus transparentem Gewebe besteht, ist es möglich, mit Hilfe der Spaltlampe durch die verschiedenen Gewebeschichten hindurch zu leuchten, und dabei Trübungen, Einblutungen in der vorderen Augenkammer oder Defekte an der Kornea festzustellen. Die Feinstrukturen sind mit diffusem Licht eher schwer zu erkennen, so dass zur besseren Darstellung ein spaltförmiges Lichtbündel verwendet wird, das einen optischen Schnitt durch das transparente Augengewebe legt. So können Veränderung im Bereich der Bindehäute, der Kornea, der Iris und der vorderen Augenkammer sowie der Sitz der Linse beurteilt werden. Auch feinste Härchen auf dem Lidrand, die sich zum Auge hin legen, sind mittels der Spaltlampe zu erkennen.

Handspaltlampe
Handspaltlampe
Handspaltlampe
Handspaltlampe
Tonometrie
Tonometrie
Handspaltlampe
Handspaltlampe
Tonometrie
Augenfundus
Ultraschall Auge
Ultraschall Auge
Ultraschall Auge
Augenfundus
Augenfundus
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Augenuntersuchung

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Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 19.11.2017 durch N. Nowak und F. Ahrens.
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